Napoleons Aufstieg und Herrschaft

Napoleon wurde 1769 in Ajaccio auf Korsika geboren später besuchte er die Militärschule in Brienne. Bis 1799 arbeitete er sich Kontinuierlich zum Feldherrn, Diktator sowie Reformer hoch. 
Napoleon Bonaparte by Jacques-Louis David

  • 1792 wird er Hauptmann in der Französischen Armee
  • 1793 in Diensten der Jakobiner: Niederwerfung eines Royalisten in Teulon, Beförderung des Brigadegenerals
  • 1795 in Diensten des Direktoriums
  • 1796 Oberbefehlshaber der Französischen Armee
  • 1799 Ägyptenfeldzug um England zu schädigen, Staatsstreich: Sturz des Direktoriums

Der fortwährende Aufstieg Napoleons wurde durch das Französische Volk durch Rufe nach dem „Starken Mann“ unterstützt. Der Ehrgeiz, der Geltungsdrang sowie der Nationalstolz trug dem Aufstieg ebenfalls positiv bei. Auf der Höhe seiner Macht war er Feldherr, Diktator und Reformer zur gleichen Zeit. 1799 wurde er zum Konsul ernannt, 5 Jahre später 1804 wurde er Kaiser von Frankreich. Er stellte die Ordnung und Ruhe im Land wieder her. Durch das von Napoleon eingeführte Präfektensystem in der Verwaltung sollte die Korruption deutlich eindämmen. Er bediente sich an der Zensur von Presse, Theater sowie Büchern. Die Code Civil strahlte Rechtssicherheit aus und versprach Gleichheit vor dem Gesetz. Verdiente Heeresführer bildeten den neuen Adel. Er vollzog die Aussöhnung mit der Katholischen Kirche. Der Staat erhielt eine glanzvolle Selbstdarstellung (Kaiserkrönung, Bauwerke, Kunst der Empire, Nachahmung des Römischen Kaiserreichs).

Napoleons Herrschaft über Europa (1804-1812)

Napoleon auf der Höhe seiner Macht.

  • England » Ziel Napoleons war die militärische wie auch wirtschaftliche Unterwerfung, Napoleon unterliegt jedoch.
  • Spanien » Ziel Napoleons war hier ebenfalls die militärische wie auch wirtschaftliche Unterwerfung, sein Bruder sollte hier als König eingesetzt werden, die Spanische Guerilla bot jedoch einen – für Napoleon – unüberwindbaren widerstand.
  • Deutsche Kleinstaaten » 1806  Ende des Heiligen Römischen Reiches – Zielsetzung war eine abhängige Bündnispartnerschaft.
  • Bayern » wird 1800 Bündnispartner und moderner Staat.
  • Preußen » verliert 1806 in der Schlacht bei Jena und Auerstedt, nach dem Zusammenbruch folgt ein innerer Neuanfang, außerdem werden wesentlicher Reformen im Land durchgeführt.
  • Österreich-Ungarn » 1805 Sieg Napoleons in der Dreikeiserschlacht im Bezirk Austerlitz. Der Widerstand Österreichs wird nur von kurzer Dauer gebrochen.
  • Russland » 1805 Sieg Napoleons in der Dreikeiserschlacht im Bezirk Austerlitz. Russland weigerte sich die Kontinentalsperre zu unterstützen.
  • Rheinbundländer » 1813 Völkerschlach bei Leipzig

Das Ende der Napoleonischen Herrschaft

Seine Selbstüberschätzung und das Nationale Unabhängigkeitsstreben der Völker führte zum Niedergang Napoleons.

  • 1808 Freiheitskampf in Spanien
  • 1809 Tiroler Volksaufstand
  • 1812 Widerstand der Russischen Armee und Partisanen
  • 1813 Koalition gegen Napoleon, Völkerschlacht bei Leipzig
  • 1814 Verbannung Napoleons auf Elba
  • 1815 Sieg der Koalition bei Waterloo, Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress
  • 1821 Tod auf St. Helena

Veränderungen in Europa – der Rheinbund 1814

Negative Aspekte

  • Säkularisation (Flurbereinigung, Enteignung der  Kirche)
  • Fremdherrschaft (Abgaben, Heeresdienste, fremde Gesetze)
  • Kontinentalsperre (Boykott gegen England, Behinderung und Rückgang des Handels)
  • Behinderung der Entwicklung eines Nationalstaates

Positive Aspekte

  • Einschränkung der Kleinstaatenei
  • Förderung bürgerlicher Gesetze und Rechte
  • Vereinfachung der Verwaltungsstrukturen
  • Einschränkung der Grundherrenrechte.
  • Preußische Reformen

Veränderungen in Europa – Preußen unter der Fremdherrschaft 1806-1814

Der Frieden von Tilsit. Fünfzig Prozent des Preußischen Territoriums gehen an Napoleon über. Das Gebiet um Hannover wird zu Königreich Westfalen und zum Musterstaat für Napoleon. Das Großherzogtum Warschau wird ebenfalls von Napoleon abgespalten. Preußen wir die Last der Kriegskosten auferlegt. Die Französische Besatzung musste akzeptiert werden (Französische Soldaten mussten von den Preußen Unterkunft und Verpflegung bekommen). Preußens Heer wird von 150 000 Mann auf 42 000 Mann reduziert und verliert somit seinen Großmachtstatus.