Migrationen

Migrationen sind räumliche Bevölkerungsbewegungen. Diese verstärken die Verstädterung bzw. Urbanisierung und tragen zur Marginalisierung deutlich bei. In Entwicklungsländern ist die Land-Stadt-Migration vorherrschend.

Die Bevölkerungsverteilung der Erde ist über die Kontinente sehr ungleichmäßig. 15% stark besiedelte Räume stehen 85% wenig besiedelten Räumen gegenüber. Hauptkonzentrationsräume sind Mitteleuropa, Südosatasien, Südasien, Ost- und Nordküste Nordamerikas (Bowash – Stadtkette Boston – Washington, Sansan – San Francisco – San Diego), Mittelamerika, Südwestküste von Afrika in Nigeria.

Push & Pull Faktoren (vorw. für Entwicklungsländer)

Push-Faktoren (Verzweiflung) Pull-Faktoren (Hoffnung)
  • Bevölkerungsdruck
  • mangelndes Angebot an Infrastruktur, Arbeitsplätzen, Bildung und Ausbildung, medizinischer Versorgung
  • Vertreibung, Verfolgung, Krieg
  • Naturkatastrophen
  • Umweltprobleme
  • soziale Zwänge
  • soziale und wirtschaftliche Unabhängigkeit
  • bessere medizinische und soziale Betreuung
  • Bildungs- und Aufstiegschancen
  • Teilhaben an Freizeit- und Konsumangeboten
  • bessere Wohnmöglichkeiten

Wanderungen innerhalb entwickelter Länder

Die Menschen ziehen aus strukturschwachen in strukturstarke Räume. Begrenztes Bildungsangebot, schlechte Infrastruktur, fehlende Freizeit- und Erholungsangebote führen ebenfalls zur Abwanderung. Umweltsünden und Umweltbelastungen sind ein meist unterschätzter jedoch wichtiger Flucht-Faktor.

Wanderungen zwischen Staaten und Kontinenten

Arbeitsplatzüberschuss bzw. Arbeitsplatzmangel, Steuerflucht, kriegerische und politische Probleme verstärken die globalen Migrationsbewegungen.