Bodenkunde

Als Boden bezeichnet man die oberste verwitterte Schicht der Gesteinshülle, von ca. 1 bis 50 m Mächtigkeit, in dem sich alle Teilkomponenten der Landschaft wiederfinden und in gegenseitige Wechselwirkung treten. Man unterscheidet 3 Verwitterungsarten, die physikalische, die chemische und die biogene Verwitterung. Böden typisiert man anhand der Horizonteigenschaften und Bodenfruchtbarkeit oder man klassifiziert sie nach der Korngröße.

Bodentyp (Eigenschaften/Fruchtbarkeit) Bodenart (nach Korngröße)
  • Swarzerde
  • Braunerde
  • Podsohl/Fahlerde
  • Gley
  • Rendzina
  • Tonboden
  • Lehmboden
  • Sandboden
  • Kiesboden
  • Schotter und Schuttboden

Physikalische Verwitterung

  • Frostsprengung – In Gesteinsöffnungen und Spalete eindringendes Wasser gefriert und dehnt sich dabei aus.
  • Insolationsverwitterung – Oder auch thermische Verwitterung. Temperaturunterschiede bei Tag und Nacht bewirken eine Volumenänderung des Gesteins und somit die Verbindung der einzelnen Gesteinskörner.
  • Salzsprengung- Ähnelt der Frostsprengung, hierbei wird jedoch Wasser während Trockenzeiten aus dem Stein gezogen und das verdunstende Wasser hinterlässt ihre enthaltenen Salzkristalle in den feinen „Kapillargefäßen“.

Chemische Verwitterung

  • Hydrolyse – Kationen am Grundgerüst des Gesteins werden durch Wasserstoffionen gelöst. Dadurch wird das Grundgerüst instabil und zerfällt.
  • Hydration – Salze und andere wasserlösliche Stoffe werden durch eindringendes Wasser zu einer Lösung umgewandelt.

Biogene Verwitterung

  • Wurzelsprengung – In Spalte hineinwachsende Wurzeln üben einen Druck auf das Gestein aus um die Öffnungen zu erweitern.