Westwind Zirkulation

Die polare Kaltluft bewegt sich Richtung Äquator wobei sich die tropische Warmluft sich in Richtung der Pole bewegt. Beim zusammentreffen dieser Luftmassen entsteht eine Planetarische Frontalzone. Der Jetstream auch Strahlstrom genannt, ist ein Westwind mit durchschnittlich 250 bis 300 km/h und Spitzengeschwindigkeiten bis 700 km/h. Dieser Wind weht in Höhen von ca. 8 bis 10 km und treibt die entstehenden Zyklone richtung Osten.

Schematische Darstellung einer Zyklone

Die Darstellung zeigt eine Zyklone in einem Entwicklungsstadium im Grund- und Aufriss mit den zugehörigen Bezeichnungen der einzelnen Abschnitte…

  • 1. Vorderseite – Kaltluft, kein Niederschlag, Südwind, keine Bewölkung
  • 2. Warmfont – Luft mit steigender Temperatur die der Kaltluft hinterher strömt, leichter Niederschlag, Wind aus Südwest, leichte Bewölkung (Strato- bzw Schichtwolken)
  • 3. Warmsektor - Warmluft mit deutlich erhöhten Temperaturen, kein Niederschlag, Westwind, keine Bewölkung
  • 4. Kaltfront – stark abkühlende Luft weht der Warmluft hinterher, starke bis gewitterartige Niederschläge, Wind aus Nordwest, starke Bewölkung (Cumulus-, bzw. Quellwolken)
  • 5. Rückseite - extrem abgekühlte Kaltluft, kein Niederschlag, Nordwind, keine Bewölkung

Beispiel einer Zyklone, an einem Ort

Die anschließende Tabelle sollte aus der Sicht eines Ortes bzw. Punktes und einer zufälligen Zeit betrachtet werden an dem die Zyklone hinüber zieht.

  13 Uhr 14:30 Uhr 15:30 Uhr 17 Uhr 18 Uhr
Temperatur ca. 10 °C steigend ca. max. 20 °C stark sinkend ca. 2 °C
Niederschlag Land-, Nieselregen Gewitter, Platzregen
Windrichtung Süd Südwest West Nordwest Nord
Bewölkung Strato (Schichtwolken) Cumulus (Haufen-, Quellwolken)

Entwicklung der Zyklone

1. Anfangszustand 2. Wellenströmung 3. Entwicklung 4. Reifestadium 5. Okklusion
Im Bereich von Südgrönland/Island trifft Warmluft aus dem Süden (Tropikluft) auf Kaltluft aus dem Norden (Polarluft). Die Westwinde, Jetstream strömen langsam. Durch die hohen Temperaturgegensätze gerät die Grenzfläche in Schwingungen. Die Winde beginnen zu mäandrieren. An der Grenze zwischen warmer und kalter Luft fällt der Luftdruck gegenüber der Umgebung. Es entsteht ein Tiefdruckgebiet (Zyklop). Warme Luft strömt auf der Vorderseite des Tiefdruckgebietes nach Norden (vorderer Rand der Warmluft = Warmfront). Kalte Luft strömt auf der Rückseite des Tiefdruckgebietes nach Süden (vorderer Rand der Kaltluft = Kaltfront). Warme Luft schiebt sich weiter nach Norden und kalte Luft weiter nach Süden. Das kleine Tief hat sich zu einen grossen Wirbel entwickelt und wandert mit dem aussertropischen Westwind während seiner Entwicklung nach Osten. Die Kaltfront erreicht die Warmfront, weil die Kaltfront schneller nach Osten wandert. Die kalte Luft hat sich nun fast vollständig unter die Warmluft geschoben und diese angehoben. Es bildet sich eine neue (Misch)front – die Okklusion. Der Zyklon löst sich auf. Die aufsteigende Warmluft kühlt sich wieder ab.