Die Neuzeit

Kunst und Künstler in dieser Zeit geben ihren Werken neue Inhalte. Häufig wurde der Glaube und die Religion, der Mensch sowie die Antike als Gegenstand bzw. Inhalt verwendet. Die Zentralperspektive findet Einzug in der Darstellung. Man bezeichnet diese Zeit auch als Humanismus oder Renaissance – Wiedergeburt der Antike. Die Katholische Kirche besass das Bildungsmonopol und unterhielt auch meisst die Bildungseinrichtungen. Sie betrieb damals schon primitiven Buchdruck mit Holzplatten und bestimmte wer und was dieser für eine Ausbildung absolvierte.

Die Katholische Kirche gewährte Ablass gegen Geld oder anderen Zuwendungen um dem Fegefeuer nach dem Tod zu entgehen oder dieses zu verkürzen bevor man in den Himmel kam. Die Thesen Luthers zwingen Ihn, sich gegen die Kirche zu stellen. Das damalige geozentrische Weltbild wandelt sich allmählich, durch zahlreiche Entdeckungen, in ein heliozentrisches. Jedoch wurden Giordano Bruno (Dichter und Philosoph) wie auch Galileo Galilei (Mathematiker, Physiker und Astronom) durch die Inquisition, eine Einrichtung der katholischen Kirche, der Ketzerei angeklagt. Ebenso standen manche wissenschaftliche Publikationen auf dem Index der katholischen Kirche. Die Menschen in der frühen Neuzeit bekamen nach und nach ein wissenschaftliches Weltbild vermittelt. Selbst die Kirche, an der bis dahin niemand geurteilt hat, stand im Mittelpunkt der Kritiken aus eigenen Reihen. Eine Glaubensspaltung war die Folge von Luthers Thesenanschlag zu Wittenberg.

Luthers Reformation und die Folgen für Europa

  • 1517 – Thesenanschlag zu Wittenberg
  • 1518 – Luther wurde ex-kommuniziert
  • 1521 – Reichstag zu Worms – Verbot der Lehre Luthers
  • 1523 – Bibelübersetzung
  • 1526 – Herausbildung Lutherischer Landeskirchen
  • 1529 – Rücknahme der Genehmigung der Landeskirchen vom Kaiser
  • 1555 – Augsburger Reformationsfrieden

Die politischen Vorteile seiner Thesen lassen Ihn, nach dem Reichstag zu Worms, unversehrt Weiterreisen. Die Hauptziele seiner These waren unter anderen: Beendigung des Ablasshandel, da Gott seinen Sündern auch so vergibt und es gab laut Luther nur zwei Sakramente und zwar die Taufe und das Abendmahl.

Entstehung der Landeskirche

Der Landesherr erhielt mit den Landeskirchen eine deutlich grössere Macht zugesprochen. Dieser trug sorge, dass die Kirche organisiert bleibt. Das Konsistorium war verantwortlich für die Anstellung fähiger Pfarrer und verwaltete das Kirchenvermögen. Veränderungen die durchgesetzt werden sollen beriet die Synode. Die protestantischen Landesfürsten gründen den Schmalkaldischen Bund und ziehen um 1550 in den Krieg gegen ihren Kaiser. Trotz des Sieges über den Bund, erlässt der Kaiser einen Kompromiss auch bezeichnet als „Augsburger Religionsfrieden“. Dieser besagt „Wessen das Gebiet dessen die Religion“. Um 1618 führte der damalige Kompromiss zum 30 Jährigen Krieg, in dem es hauptsächlich um Macht- und Gebietsherrschaft ging. Der Auslöser war der Prager Fenstersturz zweier Königsboten.