Die geographischen Entdeckungen

Da die Türken bzw. das osmanische Reich die Handelswege in den Osten wie zum Beispiel Indien, China, Japan versperrten, musste neue Handels- und Transportrouten gesteckt werden. Die Seefahrt in den Westen nahm an Bedeutung zu. 1492 brach Columbus auf, um Edelmetallvorkommen in fernen Ländern zu sichern. 1479 ersuchte Vasco da Gama neue Wege an der Afrikanischen Küste entlang nach Indien und fand diese auch. 1519-1522 Magalhães erkundet ebenfalls neue Wege nach Indien, beschreitet mit seiner Flotte jedoch den Westweg zwischen Südamerika und Feuerland. Bei verlustreichen Kämpfen an den Philippinen und an Indonesien vorbei gelang seiner Flotte die erste Weltumsegelung. Man Versuchte die eroberten Kulturen zum christlichen Glauben zu bekehren. Rohstoffimporte aus Übersee bekamen eine wesentliche Rangordnung. Zahlreiche Pflanzen, wie der Kakao, der Mais, die Tomate, die Kartoffel fanden Absatz auf europäischen Märkten. Gewürze kamen von den gleichnamigen „Gewürzinseln“ nahe den Philippinen. Diese Gewürze waren erstmal nur dem Adel und grösseren Herrschaftshöfen vorbehalten. Hauptsächlich belebten italienische Handelszentren den Fernhandel. Zur Verkürzung der Handelswege und langer Zahlungsfristen wurde zur Vorfinanzierung übergegangen.

Das Geld wurde mit Krediten und Schecks vom eigentlichen Handel gelöst, wodurch das Bankengeschäft entstand und sich grösstenteils im Norden verbreitete. Durch die rasche Zunahme der Bevölkerung blühte der Handel auf und damit auch der „kapitalistische Geist“. Der Vorläufer der Serienproduktion, hauptsächlich im Metallgewerbe nahm seinen Lauf.

Das damalige Verlagswesen entfaltete sich allmählich zum produzierenden Gewerbe. Durch neue Verfahren wurde die Edelmetallgewinnung deutlich gesteigert. Der Überseehandel gewinnt auch für Deutsche Kapitalgesellschaften an Bedeutung. Mit dem Verlagswesen entsteht sogleich der Frühkapitalismus, wodurch Kapitalerträge gleich wieder Investiert werden.