Die Französische Revolution

Die ungleiche Verteilung des Besitzes und der Last des dritten Standes, was den 1. und 2. Stand zwangsläufig mit ernähren musste, führte zur Krise in der Ständegesellschaft. Die Finanzkrise wurde durch Kolonialisierung, andauernde Kriege und ein teures Heer herbeigeführt. Fehlwirtschaft, hohe Einfuhrzölle für Handwerksbetriebe und Manufakturen sowie Staatliche Vorgaben liessen den Unternehmern keinen Handlungsspielraum, ausserdem wurden sie von Ihrem Herrscher bevormundet. Missernten und daraus resultierende hohe Preise, folglich brachen Hungersnöte über die Bevölkerung herein was wiederum Unruhen und Unruheherde hervorrief.

Es entwickelten sich Generalstände, sie hatten Mitspracherecht in paritätischen Vereinigungen. Die Vertreter der Generalstände sollen eine beraterische Funktion für den König haben.

Forderungen des dritten Standes

Politisch Wirtschaftlich Sozial
eigene Generalstände, bessere Rechtssprechung, gleichberechtigung der Stände, persönliche Freiheit, Abschaffung der Leibeigenschaft Anschaffung der Frondienste, Abschaffung des Zehnten, Jagdrecht auf eigenem Land Heeresdienst nur in dringenden Fällen, persönliche Freiheit

Der König machte folgende Zugeständnisse. Die Vertreteranzahl im Generalstand wurde aufgestockt. Anschliessend erhielt die paritätische Zusammenkunft eine gerechte Bemessung der Stimmen nach Köpfen. Abstimmungen wurden innerhalb der einzelnen Stände vollzogen. Durch diese Missstände entstand die Nationalversammlung des dritten Standes, diese verlangte eine landesweite Verfassung in der die Rechte und Pflichten aller geregelt wurden.